In dieser Weihnachtszeit habe ich die Suche nach einem getreifefreien Hundekeks-Rezept erstmal aufgegeben. Ich hatte keine Lust auf klebrigen Teig, sondern wollte schöne Plätzchen ausstechen und verzieren. Bei meiner Internetsuche nach Rezepten habe ich von Fressnapf ein Rezeptbuch gefunden, das man hier kostenfrei herunterladen kann. Ich habe mich für die Käse-Kräcker entschieden und los ging es.
Der Teig hat ca. 2 1/2 Bleche ergeben. Nach dem Ausstechen habe ich die Plätzchen noch mit Joghurt bestrichen und Kürbiskerne, Mandeln und Leinsamen draufgestreut. Mit verquirltem Ei glänzen sie noch schöner.
Tja, und dann bin ich mit Smee zum Training gefahren und Hook blieb allein zuhause. Das erste Blech Kekse noch im Ofen... Und auch der Rest der Küche voller Kekse und Mandelhörnchen. Ich vertraue Hook da total und er würde _nie_ was vom Tisch klauen. Offensichtlich gilt das für ihn aber nicht für den Ofen... Als wir wieder nachhhause gekommen sind, lagen noch genau drei Kekse auf dem Blech... Ich würde so, so gerne eine Videoaufnahme von der Aktion sehen. Ich kann es mir richtig vorstellen, wie er nichts ahnend durch die Küche streift, die Kekse im Ofen entdeckt, stutzt, die Wohnung nochmal genau absucht, ob auch wirklich niemand mehr da ist, und sich schließlich genüsslich ein Plätzchen nach dem anderen reinpfeift.
Die Vermutung, warum er drei Stück übrig gelassen hat, gingen von "er konnte nicht mehr" bis "er hat sie uns übrig gelassen". Tja, um genau 03:30 Uhr stand er dann aber quietschend vor der Schlafzimmertür. Als ich mich aus dem Bett gequält hatte um mit ihm rauszugehen, flitzte er aber nicht etwa zur Wohnungstür, sondern in die Küche - ich denke es war an der Zeit die letzten drei zu verschlingen!
Samstag, 19. Dezember 2015
Dienstag, 15. Dezember 2015
"Hündische Gefühlswelt" mit Smee.
So, heute möchte ich gerne davon berichten, wie ich das Seminar „Hündische
Gefühlswelt“ mit Smee wahrgenommen habe.
Das Seminar war zweigeteilt. Samstags haben wir einen Verhaltenstest
gemacht und Sonntags wurde mit den Hunden gearbeitet.
Grob kann man sagen, dass der Verhaltenstest die Hunde mit folgenden Reizen
konfontiert hat:
- Fremde Menschen
- Jagdreiz
- Nichtstun
- Gruselig aussehende Menschen
- Sehr gruselig aussehende Menschen (Gespenster)
- Laute Geräusche
- Hundebegegnung
Ich war dabei die ganze Zeit in Smees Nähe und habe die meisten Reize
gemeinsam mit ihm erlebt.
Smee ist auf den Fremden recht neutral bis leicht vorsichtig zugegangen und
hat auch vorsichtig mit ihm gespielt. Auf den Jagdreiz hat er reagiert, aber
nicht mit einer wirklich ernstzunehmenden Jagdreaktion. Ganz besonders
verzaubert hat mich seine Reaktion auf das Nichtstun. Das lief so ab, dass ich
mich neben dem unangeleinten Smee auf einen Stuhl gesetzt habe und nichts
weiter getan habe, auch kein Kommando gegeben habe. Und Smee? Er hat sich
einfach neben mich gelegt, bis ich wieder aufgestanden bin. Das war sehr schön.
Den gruselig aussehenden Mensch in Regenjacke, der sich komisch verhalten
hat, hat Smee verbellt, lies sich nach einer Weile aber von einem gemeinsamen
Spiel überzeugen. Die sehr gruselig aussehenden Menschen (Gespenster) hat Smee
verbellt. Und verbellt. Und verbellt. Er hat sich gar nicht mehr eingekriegt
und auch nicht mehr aufgehört und hatte ziemlich schnell, ein ziemliches
Stressgesicht. Anschließend wurde er noch mit lauten Geräuschen konfrontiert,
auf die er nur sehr leicht reagiert hat. Bei einer Hundebegegnung an der Leine
war er schwer angetan von „Frieda“ und der Propeller stand garnicht mehr still.
Abschließend durfte er nochmal mit dem fremden Menschen spielen und ich habe
auch nochmal mit ihm gespielt.
Alles in allem hat sich Smee meist so zeigt wie ich erwartet hätte und es
auch aus dem Alltag kenne. Abgesehen eigentlich von dem Nichtstun. Da war ich
echt baff und hätte es nicht in der Form erwartet. Das hat sich wirklich ganz
wunderbar angefühlt. So einig.
Die anderen Seminarteilnehmer waren sich auch einig. Er ist, wie ich ihn
ihnen zuvor beschrieben habe, ein Pups. Aber ein sympathischer Pups. Das was
ich in der gemeinsamen Zeit über Smee gelernt habe, hat sich wieder bestätigt.
Er ist ein kleines Lüftchen, mit einer lauten Hülle, wenn ihm etwas gruselig
erscheint.
Neu für mich war, dass Micha beobachtet hat, dass Smee bei Zerrspielen in
einem Konflikt ist. Das passte für mich sehr gut dazu, dass er gerne mal Beute
durch Abhauen sichert.
Aufgrund der Erkenntnisse vom Samstag wurden wir Sonntags in verschiedene
Gruppen eingeteilt. Für Smee und mich stand der Sonntag unter dem Motto
„Selbstbewusstsein stärken“. Weil Smee oft unsicher und nicht der stärkste
Charakter im Braunfell ist, sollte die Marschroute sein in gestellten
Situationen einerseits sein Selbstbewusstsein zu pushen und ihn andererseits
mit (im wahrsten Sinne des Wortes…) seinen „Gespenstern“ zu konfontieren und
ihm die Möglichkeit geben sich mit ihnen auseinander zu setzen.
Ich war zunächst ganz und garnicht einverstanden mit der Aufteilung. Hatte
ich doch den Anspruch neue Anregungen dahingehend zu kriegen Smee zu
korrigieren, wenn er auf Reize hochgeht und nicht ihm etwas an die Hand zu
geben, mit konfrontierten Reizen selber souveräner umzugehen. Nachdem ich das
in der Abschlussrunde am Samstag angesprochen habe, konnte Micha mir seine
Beweggründe näher bringer - Stichwort "Loslassen" - und ich war
bereit mich auf den Sonntag einzulassen.
Sonntag Vormittag haben wir mit Smee gespielt und ich habe gelernt, wie ich
Beutespiele mit Smee machen kann ohne, dass er in einen Konlfikt gerät.
Gleichzeitig haben wir Zerrspiele genutzt, um ihn mit gruseligen Reizen zu
konfrontieren, mit denen er sich auseinandersetzt und sich schließlich wie ein
junger König fühlt.
Nachmittags sind wir dann konkret Smees „Gespenster“ angegangen. Das haben
wir gemacht, indem ich ihn um ein Gespenst herum sehr langsam longiert habe.
Ziel war es, dass er sich in gemütlichem Tempo langsam mit dem Reiz
auseinandersetzt und über die Bewegung gleichzeitig Stress abbauen kann. Das
Gespenst war aber ainfach zu gruselig und Smee hat immer wieder angefangen es
zu verbellen. So haben wir dann doch noch eine Korrektur genutzt und Katha hat
sich mal daran getastet, wie das bei Smee funktionieren könnte. Dabei hat sie
etwas, für mich, sehr Zentrales festgestellt. Der Zeitpunkt der Korrektur ist
bei Smee dafür ganz entscheidend und das sieht man ihm am besten an seinen
Augen an. Ich war von dieser Erkenntnis erstmal geplättet. Einerseits hat es
total Sinn gemacht, andererseits schien es die ganze Sache so unendlich
schwieriger zu machen, sehe ich doch seine Augen, wenn wir gemeinsam unterwegs sind, meist nicht. Nach der Abschlussrunde hatte sich diese Erkenntnis aber
bereits etwas gesetzt und ich konnte das Seminar mit einer großen Neugier auf
unseren Alltag abschließen.
Nun, nach einer Woche, hat sich das Ganze noch weiter gesetzt und ich hatte
viele Gelegenheiten Neues zu testen. In dieser Woche ist unsere Entspannung im
Alltag um Einiges gestiegen und ich bin viele neue Wege abseits unserer Comfort
Zone gegangen. Die wichtigste Erkenntnis, die ich für mich aus dem Seminar
gezogen habe, ist, nicht immer und ausschließlich den Anspruch zu haben mit dem
Hund mittels Führung uns Sicherheit durch den Alltag zu gehen, sondern ihn auch
darauf vorzubereiten und ihm zuzutrauen sich Situationen alleine zu stellen und
diese für sich zu lösen.
Samstag, 12. Dezember 2015
Unser Wochenende in Köln.
Wir waren am vergangenen
Wochenende in Köln auf dem Seminar „Hündische Gefühlswelt“ von Mensch-Hund-Systeme. Die
Seminarbeschreibung liest sich so:
„Wie reagiert mein Hund auf Aussenreize, wie verarbeitet er sie und wie kann er alleine damit umgehen? Und welche Möglichkeiten habe ich als Mensch ihm dabei zu helfen, ein gefestigterer Hund zu werden, der die Stressoren des Alltags, besser für sich alleine verarbeitet. Man lernt, in diesem Seminar, die Gefühlswelt seines Hundes besser zu verstehen, versteht warum er aus seiner Sicht der Dinge so, oder so agiert. Und vor allem bekommt man Handlungsanweisungen an die Hand seinem Hund zu helfen belastende Aussenreize besser und reizneutral zu verarbeiten.“
Ich habe mit Smee teilgenommen und Sebastian mit Hook. Ich habe viele neue Erkenntnisse mitgenommen, liebe Menschen getroffen und Sebastian fand sein allererstes Hundeseminar glaub ich sehr spaßig. Ich möchte gerne zu Hook und Smee in den nächsten Tagen einzeln etwas schreiben. Heute schon bekommt ihr Eindrücke von unserer Mittagspause am Samstag an einem wunderschönen Baggersee.
„Wie reagiert mein Hund auf Aussenreize, wie verarbeitet er sie und wie kann er alleine damit umgehen? Und welche Möglichkeiten habe ich als Mensch ihm dabei zu helfen, ein gefestigterer Hund zu werden, der die Stressoren des Alltags, besser für sich alleine verarbeitet. Man lernt, in diesem Seminar, die Gefühlswelt seines Hundes besser zu verstehen, versteht warum er aus seiner Sicht der Dinge so, oder so agiert. Und vor allem bekommt man Handlungsanweisungen an die Hand seinem Hund zu helfen belastende Aussenreize besser und reizneutral zu verarbeiten.“
Ich habe mit Smee teilgenommen und Sebastian mit Hook. Ich habe viele neue Erkenntnisse mitgenommen, liebe Menschen getroffen und Sebastian fand sein allererstes Hundeseminar glaub ich sehr spaßig. Ich möchte gerne zu Hook und Smee in den nächsten Tagen einzeln etwas schreiben. Heute schon bekommt ihr Eindrücke von unserer Mittagspause am Samstag an einem wunderschönen Baggersee.
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| v.l.n.r Tamilo, Tilda, Hook, Smee, Anny, Winnie |
Donnerstag, 3. Dezember 2015
Typisch Rüde!
Donnerstag, 19. November 2015
Dieser November!
Normalerweise verknüpfe
ich mit „November-Wetter“ nur bedingt positives. Die schönen bunten
Blätter sind weitestgehend abgefallen, es regnet, ist grau und nasskalt.
Die Straßen sind voll (wer
nimmt schon im November Urlaub?) und die Menschen miesepetrig. Doch
dieser November hat mich eines besseren belehrt. Es war bislang einfach
nur wunderschön und es scheint seit Wochen fast ununterbrochen die
Sonne. Ziemlich warm ist es auch noch. Ich habe nicht
einmal beim Fahrradfahren gefroren und war ab und an sogar im T-Shirt
unterwegs. Anstatt mir Sorgen um den Klimawandel zu machen, habe ich es
einfach genossen. Morgen soll sich das ganze nun ändern. 12°C und Regen,
Samstag 5°C und Schneeregen, Sonntag -1°C
und Schnee. Kawumm! Ohne Umwege über den Herbstblues von fast
spätsommerlich in den Winter. Das darf jetzt aber auch gerne passieren.
Und sogar einige Wochen grau, Regen und 10°C könnte ich jetzt vertragen.
Um den schönen November zu verabschieden, habe ich
mir heute nochmal die Kamera geschnappt und bin mit den Jungs in die
Fröttmaninger Heide gefahren. Ich habe erst nach meiner Regenjacke
gegriffen, weil es doch arg windig war. Kurzerhand habe ich sie aber
zurückgehängt und mir nur zwei Pullis übergeworfen.
Wer weiß, wann ich das wieder machen kann.
Dienstag, 3. November 2015
Fahrrad fahren im November.
Im letzten Semester habe ich es zum ersten Mal geschafft mir kein Semesterticket zu kaufen, sondern fast ausschließlich Fahrrad zu fahren. Das versuche ich ziehe ich jetzt auch mit in den Winter. Noch bin ich tapfer und radel was das Zeug hält. Damit Hook im Straßenverkehr auch an November-Abenden gesehen wird, haben wir nochmal aufgerüstet. Mit dem leuchtenden Leinenelement versucht bestimmt kein Radfahrer, der die Leine nicht sieht, sich zwischen uns zu quetschen. Nur mein Wunsch nach einem Helm für Hook bleibt wohl unerfüllt...
Sonntag, 25. Oktober 2015
Aussie-Treffen in Rodenbach.
Am letzten Wochenende hatten wir mal wieder ein Kinder Aussie-Treffen beim SV Rodenbach. Seit ungefähr vier Jahren haben wir uns nun schon ein bis zweimal im Jahr in Rodenbach getroffen und die Jungs und ich konnten endlich mal wieder dabei sein. Die Zusammensetzung hat sich leicht geändert. Von ursprünglich mal zehn Aussies oder so waren es am letzten Wochenende noch 3 Aussies, 1 Mini-Aussie, 2 Deutsche Schäferhunde, 1 Mali und 4 Kinder. Schön war es trotzdem und wir haben fleißig trainiert.
Mit Smee habe ich die BH-Ablage geübt. Ernüchternd. Ich habe bisher darauf verzichtet mit Spiegel zu trainieren, weil er kerzengerade liegenbleibt. Nicht. Also ich verlasse ihn während er kerzengerade liegt und wenn ich zurückkomme liegt er vermeintlich noch genauso. Pustekuchen! Zwischendurch hampelt er ganz schön rum, der Clown. Es ist sooo gut, wenn einfach mal zwischendurch jemand anders mit drauf gucken kann.
Mit Smee habe ich außerdem Sprungtraining gemacht (dazu bald mal mehr) und zum ersten Mal den Slalom an einem fremden Gerät. Den hat er sooo brav gemacht und hatte garkeine Übertragungsprobleme. Seht selbst:
Hook durfte auch beim Sprungtraining mitmachen und hat fleißig longiert.
Die Kamera hat leider, kurz nachdem ich sie rausgeholt habe, gestreikt. Deswegen gibt es von dem Aussie-Treffen mit genauso viel Kindern, wie Aussies nur Fotos von einem Mali. Aber immerhin von dem besten. Duffy:
Es war so schön Euch alle zu sehen. Ich hoffe wir können die Treffen weiterhin aufrechterhalten.
Mit Smee habe ich die BH-Ablage geübt. Ernüchternd. Ich habe bisher darauf verzichtet mit Spiegel zu trainieren, weil er kerzengerade liegenbleibt. Nicht. Also ich verlasse ihn während er kerzengerade liegt und wenn ich zurückkomme liegt er vermeintlich noch genauso. Pustekuchen! Zwischendurch hampelt er ganz schön rum, der Clown. Es ist sooo gut, wenn einfach mal zwischendurch jemand anders mit drauf gucken kann.
Mit Smee habe ich außerdem Sprungtraining gemacht (dazu bald mal mehr) und zum ersten Mal den Slalom an einem fremden Gerät. Den hat er sooo brav gemacht und hatte garkeine Übertragungsprobleme. Seht selbst:
Hook durfte auch beim Sprungtraining mitmachen und hat fleißig longiert.
Die Kamera hat leider, kurz nachdem ich sie rausgeholt habe, gestreikt. Deswegen gibt es von dem Aussie-Treffen mit genauso viel Kindern, wie Aussies nur Fotos von einem Mali. Aber immerhin von dem besten. Duffy:
Es war so schön Euch alle zu sehen. Ich hoffe wir können die Treffen weiterhin aufrechterhalten.
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