Dienstag, 23. August 2016

Agility Turnier beim KfT OG Ammersee.

Freitag Mittag und es geht auf zu einem Halbtagesturnier. Daran kann ich mich gewöhnen. "Thank God it’s friday!" – mal anders. Es ging auf zum KfT OG Ammersee, der garnicht am Ammersee liegt, sonder in München-Neuabing, für mich also nur gemütliche zwanzig Fahrminuten entfernt. Das ist echt selten – meist fahre ich ca. eine Stunde zu Turnieren.

Unsere Läufe waren wenig erfolgreich, aber dennoch irgendwie zufriedenstellend. Hooks A-Lauf wäre fehlerfrei gewesen, hätte er nicht zwei Stangen geworfen. Tja, damit habe ich, nach einer ganzen Weile mit niedrigeren Hürden, gerechnet. Es ist trotzdem schön zu sehen, dass es grad einfach passt mit uns. Smees A-Lauf war erstaunlich lang „ungedist“. Erst am Steg, auf den nur noch zwei Hürden folgten, machte er „4 off“, blieb also stehen, jedoch mit allen vieren im Gras und so wiederholte ich den Steg. Zuvor hatten wir sowieso schon Stangen und Verweigerungen gesammelt und meine Kontaktzonen-Konsequenz hat sich bisher ja schließlich endlich bewährt.

Anschließend gab es ein Jumping Open, sprich ein gemeinsames Jumping von A1 und A2, was für mich bedeutete mit beiden Hunden in demselben Parcours zu starten. Das fand ich anfangs etwas gruselig, sind die zwei doch so verschieden. Bei der Parcourbegehung habe ich jedoch gemerkt, dass ich sie so unterschiedlich garnicht führe. Mein Hauptaugenmerk lag sowieso darauf Gas zu geben. Ich! Meine läuferischen Fähigkeiten haben derzeit nämlich ein gewisses ausbaufähiges Potential. Das habe ich zumindestens geschafft und bin, für meine Verhältnisse, gerannt. Für Hook führte das erneut zu diversen Stangen und für Smee zu einer Disqualifikation.

Am Samstag ging es erneut auf nach Neuaubing. In Smees A-Lauf habe ich mich tatsächlich kurz verlaufen *dasistmirjanochniiiiepassiert*. Was jedoch bedeutete, dass wir die A-Wand zweimal gemacht haben und er zweimal super stand. Ebenso am Steg und auch den Slalom fehlerfrei gearbeitet hat. Der Trost der Disqualifizierten... Bis zu Hooks Dis kurz vor Schluss, waren auch erneut zwei Stangen gefallen, weshalb das Dis dann auch nur halb so ärgerlich war.

Das erneute Jumping Open stand für mich wieder unter dem Zeichen „Rennen“, was für Smee in einem Dis und Hook in einer Verweigerung am Slalom und diversen Fehlern (ihr ahnt es: Stangen) mündete.

So und weil es so spannend war mit beiden Jungs den gleichen Parcour zu laufen, hier mal ein Zusammenschnitt der Jumpings:


Montag, 22. August 2016

Hook lernt NLP.

Ich mache derzeit eine Ausbildung zum NLP-Practitioner. Das ist auch der Grund, weshalb ich im Moment auf so wenigen Turnieren starte. Die Ausbildung findet nämlich, mit kleiner Pause, an jedem zweiten Wochenende statt. Man könnte ja meinen, dass es sehr anstrengend ist, auch noch am Wochenende zu lernen. Das ist aber garnicht so, ich brenne nämlich für die Themen und kann nach einem Wochenende das nächste kaum abwarten. Zweimal hat mich Hook nun schon begleitet. Abgesehen von einem Baguette-Diebstahl, war er super brav und ich habe es total genossen ihn dabei zu haben. Ich hoffe, dass er auch an den kommenden Wochenenden mal wieder mitkommen kann.


Donnerstag, 18. August 2016

ASCA Agility Trial Mönchengladbach.

Was für ein Wochenende! Es war geprägt von viel Autobahn, Familie, Sommer und einem tollen ASCA Trial Tag.

Los ging es am Freitag, nach meiner letzten Abgabe für dieses Semester (yeah), zunächst Richtung Hessen, wo ich Sebastian und Bella in ihr Wochenend-Domizil bringen wollte. Schon kurz hinter München standen wir für eine halbe Stunde mit der Aussicht auf weitere 20km Richtung Nürnberg. Wir sind dann schließlich über Regensburg gefahren um dem zu entgehen und kamen nach sechs Stunden, gute zwei Stunden später als geplant, an. Für mich und die Hundejungs ging es dann, für eine kurze Nacht, noch weiter bis nach Essen.

Um 7:30 Uhr war am Samstag nämlich schon die erste Parcourbegehung in Mönchengladbach. Ich bin mit beiden Hunden alle mögllichen Läufe an den Start gegangen. Zwölf Läufe, zwölf Parcoure begehen und merken und zwölf mal auf- und abwärmen. Hui! Aber wie ich schon gemerkt habe, als ich im Januar zehn Mal pro Tag an den Start gegangen bin: Nach so einem Tag ist man sowieso platt, auch nach sechs Läufen, da macht die Anzahl der Läufe garkeinen großen Unterschied. Okay, abgesehen von meinen Beinen – meine Beine taten weh.

copyright Maike Wolf
Aber fangen wir mal von Vorne an. Die Richterin war Andrea Hoffmann und ihr Briefing am Morgen hat mich wahnsinnig gerührt: „Even if you’re mad on your dog – don’t be mad. Each run could be your last with him.“ Ohje, das hat mich wirklich zu Tränen gerührt und war das Schönste was je ein Richter zum Briefing gesagt hat. Meine bisherige “ASCA-Judge-Briefing-No.1“ „May the course be with you“ ist damit abgelöst.

copyright Maike Wolf
Meine Bedenken für den Tag waren, dass Hook womöglich viel reißen könnte, weil er in letzter Zeit ja häufiger mal niedrige Sprünge trainiert hat und, dass Smee wieder unter einer Kontaktzonen- und Slalomamnesie leidet. Was das anbelangt kann ich mehr als zufrieden sein. Hook hat gerade mal eine Stange gerissen - was jawohl ein super Schnitt ist – schade nur, dass das der einzige Fehler in dem entsprechenden Lauf war... Und Smee hat den Slalom immer brav gemacht, ein paar Zonen nicht gestanden, einige schon und das allerbeste: Im letzten Lauf (Regular) sind folgende Ereignisse aufeinander getroffen: Drei gestandene Zonen, kein Fehlstart, einwandfreier Slalom, kein Führfehler, keine Stange! Und das alles in einem Lauf – das hat mich mega gefreut :) Und das auch noch als letzter Lauf – gelungener hätte der Trialtag nicht enden können.

copyright Emily Heemsbergen
 Hier unsere detaillierten Ergebnisse:

Hook:
1.    Round Jumpers Elite       1 Stange
2.    Round Jumpers Elite       Q, 1. Platz
1.    Round Gambler Elite       kein Q
2.    Round Gambler Elite       Q, 4. Platz
1.    Round Regular Elite         kein Q
2.    Round Regular Elite         Q, 4. Platz

Smee:
1.    Round Jumpers Open     kein Q
2.    Round Jumpers Open     Q
1.    Round Gambler Open     kein Q
2.    Round Gambler Open     kein Q
1.    Round Regular Novice    kein Q
2.    Round Regular Novice    Q, 4. Platz


copyright Maike Wolf
Auch neben dem Parcour war es mal wieder ein bombiger Tag. Super nette Leute, viel Spaß und perfektes Agility Wetter. Nach dem Trial ist vor dem Trial – ich freue mich jetzt schon wie wahnsinnig auf den nächsten.

copyright Maike Wolf
Den Sonntag habe ich schließlich mit meiner Essener Familie verbracht und die Jungs durften zwischendurch ihre Muskeln bei einem Bad in der Ruhr regenerieren. Abends ging es dann zurück Richtung Hessen, wo wir unter, anderem, einen wunderschönen Spaziergang durch Streuobstwiesen gemacht haben.

Vielen Dank an die fleißigen Fotografen MaikeEmily und Undine!!!

copyright Undine Bresch
copyright Maike Wolf
copyright Maike Wolf
copyright Maike Wolf


Mittwoch, 10. August 2016

Bella ist da.

Hooks Wurfschwester Bella macht derzeit Urlaub bei uns. Am letzten Freitag ist sie angekommen und bleibt insgesamt zwei Wochen.

So ein liebes kleines Mäuschen. Anfangs hat man merkt sie null gemerkt, sie passt sich an alles an, was da so kommt und ist einfach nur lieb. Inzwischen ist sie richtig angekommen und hüpft auch mal quietschend durch die Gegend.

Smee, der mittlerweile eine ganz neue Rolle bei uns inne hat (dazu demnächst mehr – so spannend!), übertreibt es in der Wohnung teilweise mit ihrer Eingrenzung etwas, aber auch das nimmt Bella hin.

Draußen ist es spannenderweise mit drei Hunden viel entspannter, als mit zweien. Vielleicht weil mein Fokus nicht so genau auf dem einzelnen Hund liegt? Keine Ahnung.

Ich freue mich sehr auf die nächste Zeit mit den Dreien.

Montag, 1. August 2016

Gambler Training im Allgäu.



Am Freitag sind Hook, Smee und ich ins Allgäu gefahren um mit Smees Halbgeschwistern Beetle und Joanie und deren Menschen ASCA Gambler zu trainieren. Gambler sind die ASCA Läufe, bei denen man zunächst 30 Sekunden Zeit hat um im gesamten Parcour Punkte zu sammeln und schließlich innerhalb von zehn Sekunden eine vorgegebene Strecke auf Distanz abarbeitet.



 Mit Hook habe ich vor allem die Wippe mit Futtermaschine gearbeitet. Auf den letzten Trials stand in seiner Klasse häufiger mal die Wippe im 45° Winkel zu der Gambling-Linie, die der Mensch in dem Distanz-Teil nicht überschreiten darf und wann bleibt man schon mal am Ende der Wippe stehen und wünscht sich, dass der Hund die Wippe fokussiert zu Ende arbeitet?

 

Mit Smee hatte ich mir vorgenommen allgemein die Distanzarbeit zu trainieren. Wir haben in erster Linie Elite-Parcoure gestellt, also Parcoure der höchsten Leistungsklasse. Bis auf einen haben wir, mit ein bisschen Vorarbeit, also zunächst mit geringerer Distanz führen oder die Futtermaschine einsetzen, alle geschafft. Ich kann mich von meinem Klebe-Smee verabschieden. Er arbeitet inzwischen Hürden so artig auf Distanz, wie man auf dem Video (ganz unten) toll sieht, nur an dem Fokus auf andere Geräten mangelt es noch.  Um die Chance zu nutzen so tolle Geräte frei zur Verfügung zu haben, habe ich auch noch eine Runde Cik und Cap angeschlossen und die Wippe mit Futtermaschine trainiert.
 


Abgesehen davon, dass es sowieso schön ist mit netten Menschen bei schönem Wetter Agility zu trainieren, war die Kulisse einfach unglaublich schön. Vor einem tollen Bergpanorama haben wir trainiert. Ich konnte mich garnicht satt sehen. Die schönen Bilder hat Chris gemacht, vielen Dank dafür. Besonders die Bilder von Hook berühren mich. Chris hat es geschafft seinen Ausdruck einzufangen, während er mich anschaut.



Samstag, 30. Juli 2016

Agility Turnier beim HSV Vaterstetten.

Am 9. Juli hatten wir auf unserem Platz das jährliche Sommerturnier. Wegen Hooks Humpelei ging nur Smee an den Start.

Das Turnier kam grad recht, am Donnerstag zuvor hatten wir beim Training nämlich einen totalen Durchbruch. Genau genommen hatte ich einen Durchbruch. Ich habe nämlich endlich Agility mit Smee gemacht und war nicht mehr so gehemmt, wie bisher immer mit ihm. Das hatte zur direkten Folge, dass Smee mega überrascht war und ständig hingeflogen ist und endlich die Zonen saßen. Kein Gehampel und unsicheres Umgedrehe meinerseits, sondern völlig überzeugtes Durchrennen, während mein Hund stehen bleibt. Nach gefühlt hundert Zonen-Korrekturen auf ASCA Trials konnten wir das dann auch direkt auf dem Turnier am Samstag abrufen.

Zwei Zonen im A-Lauf und beide bombig fest gestanden. Puh… Das war Erleichterung und Glück. Da wurden die Verweigerungen und die Disqualifikation am Slalom direkt nebensächlich (genug zu tun bleibt uns jedenfalls…). Und noch etwas war anders: Ich habe Smee zum ersten Mal bei einem Turnierstart ernst genommen und hatte tatsächlich vor, den Lauf durchzubringen. Bisher war es immer nur ein lasches „Naja, mal schauen wie weit wir kommen, ich trainiere und korrigiere halt“. Und jetzt freue ich mich richtig doll auf die Turniere, die in diesem Jahr und überhaupt noch kommen. 



Freitag, 29. Juli 2016

Hooks Humpelei.

 Ihr Lieben, ich habe lange nichts geschrieben. Wieso? Es kam einfach kein Beitrag mit Leichtigkeit aus mir heraus und somit habe ich einfach garnichts geschrieben. Die Schreibfreude ist jedoch zurück und ich habe ganz viele Themen im Kopf, die nur darauf warten auf den Bildschirm gebracht zu werden. Worum es bei diesen Themen geht, verrate ich noch nicht – nachher fehlt wieder die Leichtigkeit und ihr freut euch auf etwas, dass dann doch auf sich warten lässt…

Heute möchte ich etwas zu Hooks Humpelei schreiben. Ungefähr seit einem Jahr hat Hook immer mal wieder gehumpelt. Mal nach Belastung, mal einfach nur so und immer mit großen Abständen von zwei bis drei Monaten. Nach einem Tag war der Spuk vorüber und ich bin nie zum Tierarzt gegangen.

Ich wusste einfach genau, was der machen würde. Schmerzmittel und eine Woche Schonung oder direkt wieder das volle Programm von Röntgen bis MRT usw. Und das möchte ich nicht. Sollte Hook jetzt nochmal die gleichen Symptome zeigen, wie vor drei Jahren, würde ich ihn nicht wieder operieren lassen. Zum einen weil er halt auch drei Jahre älter ist und zum anderen weiß ich bis heute nicht wirklich, ob die OP oder die lange Zeit der Schonung und Rehabilitation ihm geholfen haben.

Vor ein paar Monaten kam es genau richtig, dass ich die Kontaktdaten von einer Tierärztin bekommen habe, die osteopathisch arbeitet. Im letzten Jahr war ich bereits zweimal mit Hook bei einer Osteopathin. Nun, da es etwas konkretes ist, war es mir jedoch wichtig, ihn bei jemandem behandeln zu lassen, der auch einen veterinärmedizinischen Hintergrund hat.

Mitte Juni hatten wir schließlich den ersten Termin bei Frau Dorschel. Hooks Becken war ordentlich schief und einige Wirbel verschoben. Vermutlich drückt seine OP Narbe ab und an und er geht kurzzeitig in eine Schonung, was wiederum den Rest des Körpers aus dem Gleichgewicht bringt. Hook sollte eine Woche die Füße still halten und durfte danach mit einer Belastung von 30% trainieren. Wir sind also Fahrrad gefahren, haben etwas Sprungtraining gemacht und abgeschwächt am Training teilgenommen, also mit Sprüngen  auf 40cm und ohne enge Wendungen.

Nach drei Wochen waren wir wieder bei Frau Dr. Dorschel und sie war sehr zufrieden mit dem, was sich getan hat. Ich habe vor dem ersten Termin mehr und mehr beobachtet, wie Hook versucht die Hauptbelastung auf sein linkes Hinterbein zu legen und auch diese Tendenz hat sich bereits deutlich gebessert. Nun haben wir Ende August den nächsten Termin und Hook steigert sich derzeit wieder im Training und ich bin gespannt, was Frau Dorschel nach wieder voller Belastung zu Hook sagt. Ich bin super glücklich mit der Behandlungsmöglichkeit Osteopathie. Endlich ein ganzheitlicher Ansatz. Hook bleibt jetzt dauerhaft in regelmäßigen Abständen in Behandlung und ich hoffe, dass er langfristig humpelfrei bleibt und wir beide noch eine Weile Spaß am Agility haben werden.